Über die Champignons

Gesundheitswerte

Aufgrund der chemischen Zusammensetzung von essbaren Pilzen stellt man fest, dass sie vollwertige Lebensmittelprodukte sind, in denen die Grundbestandteile enthalten sind: Protein, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe, die unerlässlich für den Organismus und die Aufrechterhaltung seiner Lebensfunktionen sind. Pilze können die Grundlage einer Lebensmittelration der gesunden erwachsenen Menschen bilden.
Protein, Ballaststoffe (Chitin), Wasser,

Pilze bestehen in 80-90% aus Wasser. Die Trockenmasse besteht jedoch hauptsächlich aus Proteinen. Aus diesem Grund bezeichnet man oft die Pilze als „Fleisch aus dem Wald“. Zu den erwähnten Proteinen gehören fast alle Aminosäuren, darunter auch die exogenen, die im Organismus nicht synthetisiert werden können und zusammen mit der Nahrung geliefert werden müssen.
Die hohe Anzahl von Aminosäuren erlaubt uns, die Pilze zu wichtigen Lebensmittelprodukten zu zählen.

Nach einigen Wissenschaftlern enthalten Champignons und Steinpilze die größten Proteinmengen. Es lohnt sich zu erwähnen, dass es in den jungen Pilzen mehr Proteine gibt, als in den alten.
Pilze enthalten auch einen spezifischen Ballaststoff – Chitin, das ihnen entsprechende Festigkeit verleiht. Das Polysaccharid Chitin verursacht, dass die Pilze eine antiallergische Wirkung haben und das Immunsystem stärken.
Das aufgegessene Chitin hat eine ähnliche Rolle wie die pflanzlichen Ballaststoffe – es wird nicht verdaut, aber hat einen positiven Einfluss auf den Verdauungstrakt. Einerseits verringert es den Appetit, indem es den Verdauungstrakt ausfüllt, andererseits hemmt es die Aufnahme der Fette.

Fett

Pilze enthalten ab ca. 1 bis zu 10% Fett (darunter mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die das Risiko der Arteriosklerose senken). Ihre Verdaulichkeit ist hoch (92 bis 97%) und unterscheidet sich nicht viel von der Verdaulichkeit der Tierfette.
In Fruchtkörpern der Hutpilze befinden sich auch verschiedene organische Säuren. Bei Champignons sind das u.a. Apfel-, Zitronen-, Wein-, Fumarsäuren.
Der niedrige Fettgehalt (mit positivem Einfluss der ungesättigten Fettsäuren und Mangel an Transfettsäuren) verursacht, dass Pilze eine interessante Alternative zur Bereicherung unserer Nahrung bieten.

Kohlenhydrate

In den Zellen der Pilze gibt es weniger Kohlenhydrate als Eiweißstoffe und sie sind anders als bei den Pflanzen. Kohlenhydrate der Pilze sind gut assimilierbar, deshalb fühlt man sich satt nach dem Essen der Pilze. In Pilzen gibt es ab 2 bis 10% der Kohlenhydrate. Ihre Verdaulichkeit ist hoch. Sie sind besser assimilierbar als die pflanzlichen Kohlenhydrate und ähnlich assimilierbar wie die Kohlenhydrate in Milch und Weißbrot.
Vitamine und Mineralstoffe

Pilze sind reich sowohl an Vitaminen, als auch an Mineralsalzen. Sie sind eine gute Quelle der Vitamine B, die eine wichtige Rolle im Nervensystem spielen. Die Vitamine B3 und B5 gibt es in Pilzen in solchen Mengen, wie bei der Leber. Die Menge der Vitamine B1 kann man mit der Menge dieser Vitamine in Getreidekörnern vergleichen.

Außerdem enthalten die Pilze eine mäßig hohe Menge an Folsäure, die mehr oder weniger der Mengen in Gemüse entspricht. Bioverfügbarkeit von Folsäure in Pilzen scheint höher zu sein, als in manchen Gemüsen, wie z.B. Erbsen und Spinat. Den höchsten Folsäuregehalt findet man in Seitlingen und braunen Champignons. Die Folsäure wird auch als Vitamin B9 bezeichnet. Niacin – auch als Vitamin PP genannt – gibt es in Pilzen in solchen Mengen, wie in Leber und Hefen.
 Vitaminen A und D (tritt nicht in Gemüse und Obst auf, Champignons sind reich an diesem Vitamin) sind auch in Pilzen enthalten. Aus manchen Quellen geht hervor, dass es fast kein Vitamin C in Pilzen gibt, andere behaupten, dass die Pilze weniger Vitamin C als Obst, aber mehr als Gemüse enthalten.

Pilze sind auch Quelle wichtiger Mineralstoffe. Sie sind sehr reich an Selen, das eine wichtige Rolle bei Abwehrmechanismen spielt und Anti-Krebs-Wirkung und antioxidative Wirkung hat. Es schützt die Körperzellen vor Verletzungen, die zu Herzkrankheiten und Krebs führen können.
Pilze besitzen auch Ergothionein, das ein natürliches Antioxidans ist und dabei hilft, die Körperzellen zu schützen.

Immer mehr populäre Seitlinge enthalten Folsäure und B-, D-Glucane, die eine Anti-Krebs-Wirkung haben. Beta-Glucane, die man in vielen Pilzarten finden kann, wirken belebend auf Abwehrsystem, verbessern die Immunität gegen Allergien und nehmen auch an physiologischen Prozessen teil, die mit Fett- und Zuckerstoffwechsel im Organismus des Menschen verbunden sind.
In den Pilzen findet man auch folgende Mineralsalze: Kalium-, Phosphor-, Eisen-, Kalzium-, Natriumsalze und folgende Spurenelemente: Zink, Kupfer, Jod, Fluor, Mangan, Magnesium, Kalium und Blei.

Champignons und die Gesundheit

Seit kurzem befinden sich die Pilze in einer Gruppe, die als Gruppe der funktionellen Lebensmittel bezeichnet wird – das sind Produkte, die einen guten Einfluss auf die Gesundheit haben. Wissenschaftliche Forschungen bestätigen, dass es in ihnen zahlreiche wichtige Bestandteile gibt, außer den Bestandteilen, die traditionell als unnötig bezeichnet werden (Mineralsalze, Eiweißstoffe oder Kohlenhydrate). Man stellte fest, dass sie therapeutische Eigenschaften haben – dank biologisch aktiven Verbindungen, die in der Pharmaindustrie und Kosmetikherstellung verwendet werden.

Anti-Krebs-Eigenschaften

Bestandteile der Pilze haben nicht nur gute Nährwerte, sie wirken auch positiv auf die Gesundheitsoptimierung und verringern das Risiko von Krankheiten. Ihre Anti-Krebs-Eigenschaften (sie hemmen die Entstehung von Krebs-Zellen) wurden zum ersten Mal von Lucas im Jahr 1957 beschrieben. Man glaubt, dass die spezifischen Anti-Krebs-Eigenschaften der essbaren Pilze mit der Wirkung der spezifischen Polysaccharide verbunden sind. Neueste Forschungen zeigten, dass auch Champignons Substanzen mit Anti-Krebs-Eigenschaften enthalten, das sind u.a.: Tyrosinase, Aromatase-Inhibitor und andere Anti-Krebs-Polysaccharide. Man bewies, dass die Champignonextrakte Polysaccharide enthalten, die die Proliferation von Krebszellen völlig hemmen können. Man untersuchte Extrakte aus 10 verschiedenen Pilzen und beobachtete, dass sich der Champignonextrakt durch die höchste Anti-Krebs-Wirkung bei Mäusen charakterisierte.

Heilsame Wirkung von Champignons – Brust- und Prostatakrebs

Forschungen über die Verwendung von Extrakten aus weißen Champignons lassen vermuten, dass diese Pilze als chemisch-präventive Mittel im Fall von Brustkrebs verwendet werden können. Es hat sich herausgestellt, dass sie eine Substanz enthalten, die die Biosynthese von Aromatase (Estrogenen) hemmen kann. Der Extrakt aus weißen Champignons ist verantwortlich für das Hemmen des Enzyms, das wiederum für die Entstehung der Krebszellen verantwortlich ist. Bei den Tierversuchen stellte man fest, dass dieser Extrakt auch die Entwicklung der Krebszellen hemmt.

Eine Reihe von Forschungen mit Hilfe der In-Vitro- und In-Vivo-Experimente wurde durchgeführt, um die Wirkung der Champignons auf Prostatakrebs zu untersuchen. Ähnlich wie beim Brustkrebs, haben die Pilze eine wichtige chemisch-präventive Rolle. Sie enthalten pflanzenchemische Verbindungen, die die Aktivität von zwei Enzymen hemmen: Steroid 5-Alpha-Reduktase und Aromatase. Steroid 5-Alpha-Reduktase verursacht die Umwandlung des männlichen Hormons – Testosteron in eine aktive Form, die als 5-Alpha-Dihydrotestosteron (DHT) bezeichnet wird. Diese aktive Form des Testosterons spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Prostatakrebses. Experimente mit Zellen und Pilzextrakt, die 10 Tage dauerten, zeigten, dass der Champignonextrakt die Entwicklung der Krebszellen hemmen konnte.

Man stellte fest, dass die Seitlinge und die Champignons Beta-Glucan enthalten - eine bioaktive Substanz mit starken oxidierenden Eigenschaften, die die Arbeit des Immunsystems anregt. Diese Substanz erhöht auch die Produktion der weißen Blutkörperchen im Knochenmark und neutralisiert freie Radikale, die zur Entstehung des Krebses beitragen. Manche Wissenschaftler glauben auch, dass die in dem Seitling enthaltene aktive Substanz – Pleuran, die Tumoren verkleinern kann und dass, das Antioxidans die Alterungsprozesse der Zellen verlangsamt und die Zellen vor Verletzung schützt.

Bedeutung der Pilze bei den Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Pilze haben auch einen positiven Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System – sie senken den Cholesterinspiegel im Blut. Ergebnisse zahlreicher Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Pilze Lovastatin enthalten, das zur Senkung eines erhöhten Cholesterinspiegels eingesetzt werden kann. Man stellte auch fest, dass dank dem Essen von Pilzen, die Aufnahme von Cholesterin aus dem Verdauungstrakt verringert sein kann. Das Ergebnis ist das Senken der Cholesterinkonzentration im Blut und der Lipoproteine niederer Dichte, die oft als das „böse“ Cholesterin bezeichnet werden.
Aufgrund des hohen Gehalts an Ballaststoffen und vor allem an Glucanen und Chitin, wird auch die Ausscheidung von Gallensäure erhöht.
Weil die Pilze viel Kalium und wenig Natrium enthalten, senken sie den Blutdruck und können einen Einfluss auf die Verringerung des Risikos eines Schlaganfalls haben. Die Portobello-Champignons (Pilze mit dunklem Hut) enthalten mehr Kalium als eine Banane. Sie enthalten auch große Mengen an Kupfer, das kardioprotektiv wirkt.
Regelmäßiges Essen von Seitlingen senkt die Cholesterinkonzentration und den Zuckerspiegel und verbessert den Zustand der Blutgefäße. 

Einfluss der Pilze auf die Kontrolle des Körpergewichts

Forschungen über die Pilze und ihren potenziellen diätetischen Einfluss auf die Kontrolle des Körpergewichts weisen darauf hin, dass im Vergleich zu anderen Diäten, die Diäten, die auf Pilzen basieren, den höchsten Fettgewebeverlust verursachen. Die Pilze haben nämlich einen niedrigen Kalorien- und Fettgehalt. Eine Portion (ca. 80 g) gibt uns nur 10 kcal und ca. 0,4 g Fett. Ca. 10% der Trockenmasse eines Pilzes bilden die Ballaststoffe.

Die hohe Wassermenge (ca. 80-90%)  kann auch zur Entstehung des Sattgefühls beitragen. Niedrige Konzentration der Kalorien kann den Erhalt des Körpergewichts unterstützen. Es gibt Forschungen, die zeigen, dass der Tausch des Fleisches gegen die Pilze in verschiedenen Speisen, den Kaloriengehalt fast um die Hälfte reduziert (Sattgefühl und guter Geschmack bleiben erhalten). Deshalb sind Pilzgerichte, natürlich ohne Sahne und fette Soßen, eine hervorragende Alternative für Personen, die abnehmen möchten.

Diese kalorienarme Portion ist gut auch für diese Personen, die auf ihr Körpergewicht achten. Hinsichtlich der Nährwerte sind Pilze vollwertige und diätetische Lebensmittel, weil sie Eiweißstoffe, Kohlenhydrate und Fette (niedriger Gehalt) enthalten und Vitamine und Mineralstoffe liefern.
Wenn man ein Becher der geschnittenen, gekochten oder rohen Pilze isst, liefert man seinem Organismus die tägliche Dosis Phosphor, Kalium, Magnesium, Pantothensäure, Selen und Vitamine. Pilze enthalten auch Ballaststoffe und andere wichtige Nährbestandteile, wie z.B. Eisen, Kalzium, Folsäure, Zink, Aminosäuren, Fettsäuren usw.

Vegetarische Alternative

Ein hoher Gehalt an Eiweißstoffen in Pilzen verursacht, dass man sie manchmal als „das Fleisch aus dem Wald“ bezeichnet. Eine wichtige Information für Personen die kein Fleisch essen: Pilze können das Fleisch ersetzen. Eiweiß der Champignons enthält exogene Aminosäuren, die der Organismus selbstständig nicht synthetisieren kann. Auch den Mangel an Eisen und Vitamin D, über den sich die Vegetarier oft beschweren, kann durch das Essen dieser Pilze ergänzt werden (Champignons enthalten diese beiden Bestandteile).
Nach oben

Diese Website verwendet Cookies. Regeln für ihre Verwendung, zusammen mit Informationen über Setzen von Cookies in Web-Browsern, werden im Detail im Abschnitt Datenschutz beschrieben. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit den entsprechenden Nutzungsbedingungen.